Brot und Haltbarkeit – Welche Brotsorten können Sie am längsten genießen?

brotsorten

Deutschland ist eine Brotnation. In zahlreichen Haushalten hierzulande ist Brot eines der Hauptnahrungsmittel und ein fester Bestandteil des täglichen Speiseplans. Doch wie lagert man eigentlich Brot am besten und welche Brotsorten eignen sich auch für eine längere Lagerung? Damit Sie Ihr Brot jedoch so lange wie möglich genießen können, haben wir von tischwelt einige Tipps und Tricks zusammengestellt. Lesen Sie jetzt weiter und erfahren Sie, wie Sie Brot länger frisch halten können und welche Brotsorten am längsten haltbar sind. Außerdem verraten wir Ihnen den perfekten Aufbewahrungsort für Brot und wie Sie trockene Exemplare trotz  harter Kruste noch sinnvoll verwenden können.

Was passiert, wenn Brot altert?

Wie alle Lebensmittel hat auch Brot ein bestimmtes Ablaufdatum. Doch wie altert Brot eigentlich? Wissenschaftler nennen den Alterungsprozess Retrogradation, bei welchem die Stärke im Brot Wasser abgibt. Die Feuchtigkeit steigt an die Brotoberfläche, verdunstet und das Brot selbst wird als Folge hart. Diese Rückbildung der Stärke ist verantwortlich für das sogenannte „Altbackenwerden“ von Gebäckstücken. Altbackene Brote sind in der Regel schlechter zu kauen und auch die Konsistenz ist für den Verzehr eher weniger schön.

vertrocknetes brot

Um trockenes sowie weiches Brot zu vermeiden, haben wir jedoch im Folgenden ein paar Tipps zusammengestellt, sodass Sie Ihre eingekauften Lebensmittel so lange wie möglich haltbar machen können.

Wie lange ist Brot haltbar?

Je nach Brotsorte kann die Haltbarkeit stark variieren. Der Grund dafür ist häufig in dem Sauerteiganteil zu suchen. Während Sauerteigbrote bis zu einer Wochen halten können, werden Weizenbrote oder Brotsorten mit einem hohen Hefeanteil mitunter bereits nach zwei Tagen schlecht. Als Faustregel können Sie sich dementsprechend merken: Je mehr Sauerteig im Brot enthalten ist, desto länger bleibt es frisch. Daraus ergeben sich folgende Haltbarkeitsangaben für verschiedene Brotsorten:

  • Weizenbrot: bis zu zwei Tage
  • Weizenmischbrote: zwei bis vier Tage
  • Roggenmischbrote: drei bis fünf Tage
  • Roggenbrot: vier bis sechs Tage
  • Vollkornbrot: sieben bis neun Tage

Ausnahmen bilden das Knäckebrot und Zwieback. Diese sind in der Packung bis zu einem Jahr haltbar. Blätterteig- oder Hefegebäcke verzehren Sie jedoch lieber frisch, da diese in der Regel in kurzer Zeit hart und ungenießbar werden.

Ab wann Brot endgültig entsorgen?

Altbackenes Brot ist gesundheitlich unbedenklich und ist lediglich für das Auge und den Gaumen nicht sehr ansehnlich. Achtsam sollten Sie jedoch bei Schimmelbefall werden. Bildet sich Schimmel auf der Brotoberfläche können Sie die betroffenen Stücke großzügig abschneiden. Wenn Sie jedoch sicher gehen wollen, entsorgen Sie sicherheitshalber das gesamte Stück Brot.

verschimmeltes brot

Allgemein sollten Sie dabei auf Ihr Bauchgefühl hören und Ihre sieben Sinne einsetzen. Ist das Brot noch nicht vom Schimmel befallen, sieht gut aus und riecht beziehungsweise schmeckt nicht schlecht, dann ist es noch nicht schlecht. Altbackene Brotscheiben können Sie in den Toaster packen, wodurch diese wieder lecker und frisch wird. Damit Sie jedoch Ihr Brot nicht so schnell in die Mülltonne werfen müssen, finden Sie im Folgenden außerdem ein paar Hinweise, wie Sie Brot am besten lagern und länger frisch halten. Bei schlechter Lagerung kann Ihr Brot letzten Endes schneller schimmeln und altbacken werden, was weder Ihrem Geldbeutel noch der Umwelt zugutekommt.

Wie wird Brot länger haltbar?

Bei der Brotlagerung ist extreme Vorsicht geboten. Vor allem in der warmen Jahreszeit gilt es, Feuchtigkeit zu vermeiden und den Brotkasten regelmäßig zu säubern. Auf diese Weise vermeiden Sie Schimmelbildung. Bewahren Sie das gekaufte Brot zudem nicht allzu lange in der Originalverpackung auf, da diese ebenfalls feuchte Bedingungen schafft und damit die Schimmelbildung beschleunigt.

Brot sollte prinzipiell an einem Ort aufbewahrt werden, wo die Luft gut zirkulieren kann. Darüber hinaus können Sie Brot bedenkenlos einfrieren, was die Haltbarkeit Ihrer Brotsorten um ein Vielfaches erhöht. Allgemein empfehlen wir außerdem, lieber kleinere Mengen Brot zu besorgen und bei Bedarf nachzukaufen. Frisches Brot schmeckt sowieso am besten und mit dieser Methode reduzieren Sie effektiv die Lebensmittelabfälle pro Jahr.

Wo Brot am besten lagern?

aufbewahrung brot kueche

Für die Aufbewahrung von Brot eignet sich am besten ein unglasiertes Ton- oder Keramikgefäß. Dieses nimmt die überschüssige Flüssigkeit gekonnt auf und sorgt für eine gute Luftzirkulation. Auf diese Weise verhindern Sie effizient eine Schimmelbildung. Bedenken Sie jedoch, dass Sie einen Brotkasten regelmäßig mit Essigwasser reinigen sollten. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, das Brot bei der Lagerung auf die Schnittfläche zu legen, sodass ein Austrocknen verhindert wird.

Der Kühlschrank ist (mit Ausnahme von den Sommermonaten) eher ungeeignet für die Brotlagerung. Durch die niedrigen Temperaturen wird die Retrogradation der Stärke beschleunigt und das Brot wird somit schneller „altbacken“  und pappig. Selbstverständlich können Sie Brot auch einfrieren, wodurch keine wichtigen Nährstoffe verloren gehen und trotzdem dessen Frische erhalten bleibt.

Wie trockenes Brot anderweitig verwenden?

Jedes achte Lebensmittel wird hierzulande weggeworfen. Pro Person und Jahr landen knapp 82 Kilogramm Nahrungsmittel in der Mülltonne, wovon ein Drittel jedoch vermeidbar wäre. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft rät daher zu einem nachhaltigen und bedachten Konsum. Während schimmeliges Brot nicht mehr verzehrbar ist, können Sie jedoch trockenes oder altbackenes Brot spielend leicht zum Kochen verwenden und damit Ihre Lebensmittelabfälle pro Jahr gekonnt reduzieren.

kloese aus altem brot

Zum Beispiel können Sie auch mit getrocknetem Brot gut Croutons oder Paniermehl herstellen, während altbackenes Brot optimal ist für Semmelbrösel, Brotsuppen oder Knödel ist. Auch Brotsalate oder Aufläufe können Sie mit altbackenem Brot verfeinern und damit Ihren Rezepten eine milde Note verleihen. Brötchen vom Vortag lassen sich ebenso noch verzehren, indem Sie die Kruste leicht mit Wasser bestreichen und diese im Backofen aufbacken. Schauen Sie jetzt in unserem Magazin vorbei und finden Sie kreative sowie leckere Rezeptideen, in denen Sie Ihr altes Brot clever weiterverwerten können.

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