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Es gibt Geschirr, das ist einfach genial, weshalb es einen oft jahrzehntelang begleitet. Iittala Teema gehört zur dieser Kategorie. Seit Generationen steht die Serie in Küchen, Esszimmern und Geschirrschränken rund um die Welt. Dabei ist die Serie auffallend unauffällig, zumindest auf den ersten Blick. Keine Schnörkel, keine auffälligen Verzierungen, keine Effekte.
Vielleicht ist das ihr Geheimnis?
Die Geschichte beginnt eigentlich mit Kilta
Wer über Iittala Teema spricht, muss zunächst über Kilta sprechen.
1952 entwickelte der finnische Designer Kaj Franck eine Geschirrserie, die mit vielen Konventionen ihrer Zeit brach. Statt großer, repräsentativer Services mit fest definierten Funktionen wie Servierplatte, Tee- und Kaffeetassen entwarf er ein System aus wenigen, vielseitigen Formen. Anfang der 1970er-Jahre lief die Serie aus, was zu regem Widerstand der Kilta-Anhänger:innen führte. 1981 wurde die Serie behutsam überarbeitet und unter dem Namen Teema neu eingeführt. Das Grundprinzip blieb erhalten.
Bis heute gilt Teema deshalb nicht einfach als Geschirrserie, sondern als eine Ikone des finnischen Designs.
Kaj Franck wollte kein Service entwerfen, sondern ein flexibles System
In den 1950er-Jahren bestanden Geschirrservices meist aus zahlreichen Einzelteilen mit klar festgelegten Aufgaben. Franck hielt das für unnötig. Seine Idee war ein flexibles System, bei dem einzelne Teile mehrere Funktionen übernehmen können.
Eine Untertasse sollte nicht nur Untertasse sein. Ein Teller nicht nur Teller. Entscheidend war die Nutzung, nicht die Kategorie. Bereits die ursprüngliche Kilta-Serie wurde als Sammlung kompatibler und multifunktionaler Objekte entwickelt. Sprich: Sie reduzierte nicht primär die Anzahl der Funktionen, sondern die Anzahl der unterschiedlichen Formen, die notwendig sind, um diese Funktionen auszuführen.
Ein modulares Geschirr statt eines starren Services
Teller, Schalen, Becher und Servierteile sollten sich laut Franck frei kombinieren und nach Bedarf ergänzen lassen. Niemand musste ein komplettes Service kaufen. Stattdessen konnte die Kollektion mit den eigenen Bedürfnissen wachsen – ein Prinzip, das das Iittala-Teema-Geschirr bis heute prägt.
Das Prinzip wird im Alltag schnell sichtbar: Wo ein klassisches Service für Beilagen, Desserts oder das Servieren oft unterschiedliche Formen vorsieht, kann bei Teema dasselbe Teil mehrere Aufgaben übernehmen: Die 16-cm-Schale steht morgens mit Müsli auf dem Tisch, nimmt mittags eine Beilage auf oder serviert abends ein Dessert. Eine größere Teema-Schale oder -Platte kann Gemüse, Obst oder Wurstwaren aufnehmen. Und eine ofenfeste Form begleitet ein Gericht vom Backofen über die Mikrowelle direkt auf den Tisch und anschließend in den Kühlschrank oder Gefrierschrank. Statt für jede Aufgabe ein eigenes Geschirrteil vorzusehen, verbindet Teema mehrere Funktionen in einem.
Heute sind modulare Systeme normal, aber die Tatsache, dass Kaj Franck diesen Gedanken bereits in den 1950er-Jahren verfolgte, macht die Serie vor allem für Designliebhaber interessant.
Die Schönheit der einfachen Formen
Das Iittala Teema Design basiert auf wenigen geometrischen Grundformen. Kreis, Quadrat und Rechteck bilden die gestalterische Grundlage der Porzellan Kollektion. Kaj Franck verzichtete bewusst auf dekorative Muster und konzentrierte sich stattdessen auf Proportionen, Funktion und Alltagstauglichkeit.
Das Ergebnis wirkt bis heute modern, weil die Formen auf das Wesentliche reduziert wurden.
Ein Geschirr für das echte Alltagsleben
Anstatt nur für sein zeitloses Design bewundert zu werden, wird Teemas Funktion ausgereizt und somit maximal benutzt.
Von Anfang an war die Serie darauf ausgelegt, den Alltag zu verschlanken. Die einzelnen Teile lassen sich stapeln, platzsparend verstauen und flexibel einsetzen. Früher, als die Serie frisch auf dem Markt war, waren Wohnraum und Stauraum in vielen Städten knapp. Heute wiederholt sich diese „Not“: Wohnraum in Städten wird teurer und der Platz geringer; „Sonntagsgeschirr“ wie zu Großelterns Zeiten ist passé. Ein Revival dieser praktischen Teema-Serie ist kein Wunder.
Vom Tiefkühler in den Ofen – und direkt auf den Tisch
Viele Porzellanteile der Serie eignen sich für den Tiefkühler, die Mikrowelle, den Backofen und die Spülmaschine. Dadurch kann ein Gericht vorbereitet, gekühlt, erwärmt und anschließend direkt serviert werden.
Warum die Farben so wichtig sind
Auf den ersten Blick scheinen die Iittala-Teema-Farben nur eine Frage des Geschmacks zu sein.
Tatsächlich sind sie ein wichtiger Teil des Konzepts. Da Franck auf dekorative Muster verzichtete, wurde die Farbe selbst zum Gestaltungselement. Von Beginn an setzte die Serie auf dieses Prinzip und weitete das Farbensortiment kontinuierlich aus.
Weiße oder farbige Teema-Teile lassen sich hervorragend miteinander kombinieren. Eine komplett weiße Zusammenstellung wirkt ruhig, zurückhaltend und elegant. Unterschiedliche Farben bringen Lebendigkeit auf den Tisch, ohne dass das Gesamtbild unruhig wird. Je nach Jahreszeit oder Laune steht es jedem frei, den Tisch beispielsweise komplett in vintage-blau oder in rosé einzudecken.
Iittala Teema kombinieren: Gemacht für den Skandi Style
Die reduzierte Formensprache macht Teema zu einem unkomplizierten Begleiter auf dem gedeckten Tisch. Die Serie harmoniert nicht nur mit anderen Teema Teilen, sondern auch mit vielen Kollektionen aus dem Bereich Skandi-Geschirr.
Besonders im Skandi-Style kommt diese Stärke zur Geltung. Helles Holz, Leinen, Glas und natürliche Materialien ergänzen die klaren Formen, ohne mit ihnen zu konkurrieren. Dadurch wirkt Teema mal zurückhaltend und minimalistisch, mal lebendig und farbenfroh – je nachdem, wie der Tisch gestaltet wird.
Welche Produkte gehören zur Teema Kollektion?
Zum Teema-Porzellan gehören unter anderem:
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Iittala Teller in verschiedenen Größen
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tiefe Teller
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Schalen und Schüsseln
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Becher und Tassen
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Servierplatten
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Servierschalen
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Ofen- und Auflaufformen
Besonders die verschiedenen Iittala-Teller gelten für viele als Herzstück der Serie. Von dort aus wird die Kollektion häufig Schritt für Schritt erweitert.
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Für welchen Anlass eignet sich Teema?
Die vielleicht erstaunlichste Eigenschaft von Teema ist, dass die Serie sich kaum auf einen Anlass festlegen lässt.
Sie funktioniert beim schnellen Frühstück genauso gut wie beim Familienessen oder einer festlich gedeckten Tafel. Das Geschirr drängt sich nie in den Vordergrund. Stattdessen lässt es Speisen, Farben und Tischdekoration wirken. Das Design unterstützt, ohne Aufmerksamkeit zu verlangen.
Warum Teema bis heute modern geblieben ist
Teema altert nicht. Das liegt an der Idee Kaj Francks, der es für den Alltag entwickelte: Es ist klar geformt, stapelbar, robust und sehr vielseitig verwendbar. Teema ist bis heute ein Star.