Espresso wie im Café: Was gute Espressomaschinen wirklich ausmacht

Gießen von Espresso aus einem Espressokocher von Bialetti in zwei Gläser, dekoriert mit getrockneten Blumen auf einem Tisch.
Das Café zuhause: Die korrekte Zubereitung entscheidet über die Qualität Ihres Espressos.

Der erste Schluck Espresso im Café ist oft ein kleines Ritual: intensive Aromen, eine feine Crema und genau die richtige Balance zwischen Säure und Bitterkeit. Zuhause fällt das Ergebnis manchmal anders aus. Das liegt selten nur an der Bohne – sondern vor allem an der Zubereitungsart und der eingesetzten Technik. Wer versteht, welche Espressomaschine zu den eigenen Ansprüchen passt, kommt dem Café-Erlebnis auch zuhause erstaunlich nahe.
 

Espresso ist nicht gleich Espresso

Espresso lässt sich auf verschiedene Arten zubereiten. Vom klassischen Herdkocher über elektrische Espressomaschinen bis hin zum Siebträger reicht die Bandbreite. Jede Methode hat ihren eigenen Charakter, ihr eigenes Tempo und ihren eigenen Anspruch. Entscheidend ist nicht, welche Variante „die beste“ ist, sondern welche zum eigenen Alltag und Genussverständnis passt.
 

Espressomaschinen im Überblick

Herdkocher (z. B. Bialetti)
Der Herdkocher ist ein Klassiker und für viele der Einstieg in die Welt des Espresso. Er funktioniert ohne Strom und erzeugt durch Wasserdampf Druck. Das Ergebnis ist ein kräftiger, aromatischer Kaffee mit intensiver Note – auch wenn er technisch gesehen kein Espresso nach italienischer Norm ist.

Elektrische Espressomaschinen
Elektrische Espressomaschinen arbeiten mit Pumpendruck und erhitzen das Wasser elektrisch. Sie bilden die größte Gruppe und lassen sich weiter unterteilen:

  • Siebträgermaschinen

  • Espressomaschinen ohne integriertes Mahlwerk 

  • Espressovollautomaten
     

Herdkocher – unkomplizierter Espressogenuss mit Tradition

Herdkocher stehen für Reduktion und Ritual. Sie sind kompakt, langlebig und ideal für alle, die Espresso ohne Technikaufwand genießen möchten. Mit frisch gemahlenen Bohnen, dem passenden Mahlgrad und etwas Übung lässt sich ein erstaunlich aromatisches Ergebnis erzielen. Besonders beliebt sind sie bei Puristen und Espresso-Fans mit wenig Platz in der Küche.
 

Elektrische Espressomaschinen – konstante Qualität auf Knopfdruck

Elektrische Espressomaschinen bringen mehr Kontrolle ins Spiel. Sie arbeiten mit gleichmäßigem Pumpendruck und konstanter Temperatur – zwei entscheidende Faktoren für reproduzierbare Ergebnisse. Innerhalb dieser Kategorie gibt es unterschiedliche Ausprägungen.
 

Siebträgermaschinen – maximale Kontrolle für Espresso-Liebhaber:innen

Siebträgermaschinen sind die klassische Wahl in Cafés. Hier wird der Kaffee frisch gemahlen, dosiert und von Hand getampert. Mahlgrad, Kaffeemenge und Brühzeit lassen sich individuell anpassen. Das erfordert etwas Einarbeitung, belohnt aber mit viel Kontrolle und einem sehr persönlichen Espresso-Erlebnis. Für viele ist genau dieser Prozess Teil des Genusses.
 

Espressovollautomaten – Komfort trifft Vielfalt

Espressovollautomaten übernehmen Mahlen, Dosieren und Brühen automatisch. Oft kommen noch Milchsysteme für Cappuccino und Latte Macchiato hinzu. Sie richten sich an alle, die Wert auf Komfort legen und verschiedene Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck genießen möchten. Geschmacklich bieten moderne Geräte ein sehr hohes Niveau – bei minimalem Aufwand.
 

Eine schwarze Kaffeemühle und eine schwarze Espressomaschinen von Smeg auf einer weißen Küchenarbeitsplatte, menschliche Hand bedient den Mahlvorgang.
Siebträgermaschinen sind beliebte Küchenaccessoires – schick, funktional und einfach zu bedienen.

 

Die Technik dahinter: Worauf es wirklich ankommt
 

Pumpendruck – gleichmäßig statt maximal

Für einen ausgewogenen Espresso ist ein konstanter Druck während des gesamten Brühvorgangs entscheidend. Gleichmäßigkeit sorgt dafür, dass die Aromen sauber extrahiert werden.
 

Temperatur – ein sensibler Faktor

Espresso reagiert empfindlich auf Temperaturschwankungen. Je stabiler die Brühtemperatur, desto gleichmäßiger das Ergebnis in der Tasse. Unterschiedliche Boilersysteme beeinflussen Komfort und Temperaturkonstanz.
 

Mahlwerk – der Schlüssel zur Feinabstimmung

Ein präzise arbeitendes Mahlwerk sorgt für gleichmäßige Partikelgrößen. Das ermöglicht es, den Espresso fein abzustimmen und Aromen gezielt herauszuarbeiten. Wer hier bewusst wählt, holt mehr aus Bohne und Maschine heraus.
 

Welche Espressolösung passt zu welchem Alltag?

  • Gelegenheitsgenießer: Herdkocher oder kompakte elektrische Espressomaschine

  • Regelmäßige Espressotrinker: elektrische Espressomaschine mit stabiler Technik

  • Kaffee-Enthusiasten: Siebträgermaschine mit separater Mühle

  • Komfortliebhaber: Espressovollautomat

Espresso verbessern – oft sind es die Details

Frische Bohnen, sauberes Zubehör, korrektes Tampen und regelmäßige Pflege machen einen spürbaren Unterschied. Auch Zubehör wie Tamper, Milchkännchen oder Feinwaagen hilft dabei, Ergebnisse zu wiederholen und gezielt zu optimieren.
 

Fazit: Der richtige Weg zum Espresso-Genuss

Ob Herdkocher, elektrische Espressomaschine, Siebträger oder Vollautomat – guter Espresso beginnt mit dem Verständnis für Zubereitung und Technik. Wer weiß, wie Druck, Temperatur und Mahlgrad zusammenspielen, trifft bessere Entscheidungen und genießt bewusster. Espresso wie im Café ist kein Zufall, sondern das Ergebnis aus Wissen, Übung und Freude am Genuss.
 

Espressomaschine brüht zwei Gläser Espresso mit dichter Crema.
Genuss für jeden Tag: Auch die Tassen oder Espressogläser spielen eine große Rolle.

 

FAQ
 

Was ist der Unterschied zwischen Siebträger und elektrischer Espressomaschine?

Eine elektrische Espressomaschine ist der Oberbegriff für alle pumpenbetriebenen Geräte. Eine Siebträgermaschine ist eine spezielle Form davon, bei der Kaffee manuell gemahlen, dosiert und getampert wird. Sie bietet mehr Kontrolle, erfordert aber auch mehr Einarbeitung.
 

Ist ein Espressovollautomat eine Espressomaschine?

Ja, Espressovollautomaten gehören zu den elektrischen Espressomaschinen. Sie übernehmen Mahlen, Dosieren und Brühen automatisch und richten sich an alle, die Espresso und Kaffeespezialitäten mit maximalem Komfort genießen möchten.
 

Macht ein Herdkocher echten Espresso?

Ein Herdkocher erzeugt keinen Espresso nach italienischer Definition, da er ohne Pumpendruck arbeitet. Dennoch entsteht ein sehr konzentrierter, kräftiger Kaffee, der geschmacklich viele Espresso-Fans überzeugt.
 

Welche Espressomaschine ist besser für Anfänger:innen: Siebträger oder Vollautomat?

Für Anfänger:innen sind Vollautomaten oder kompakte elektrische Espressomaschinen besonders komfortabel. Siebträgermaschinen eignen sich für alle, die Lust haben, sich intensiver mit der Zubereitung zu beschäftigen.
 

Welche Espressomaschine passt in eine kleine Küche?

Herdkocher und kompakte elektrische Espressomaschinen sind ideal für wenig Platz. Sie benötigen keine große Stellfläche und lassen sich gut in kleine Küchen integrieren.
 

Lohnt sich eine Espressomaschine ohne Mahlwerk?

Espressomaschinen ohne integriertes Mahlwerk bieten eine gute Balance aus Kontrolle und Einfachheit. In Kombination mit einer separaten Mühle lassen sich sehr konstante Ergebnisse erzielen.
 

Warum ist der Mahlgrad bei Espresso so wichtig?

Der Mahlgrad bestimmt, wie schnell das Wasser durch den Kaffee fließt. Ist er zu fein oder zu grob, beeinflusst das Geschmack und Balance des Espressos deutlich. Eine präzise Einstellung ist daher entscheidend.
 

Wie viel Druck braucht eine gute Espressomaschine?

Für Espresso gelten rund 9 bar Brühdruck als Richtwert. Entscheidend ist jedoch, dass der Druck während des gesamten Brühvorgangs konstant bleibt.
 

Welche Rolle spielt die Wassertemperatur beim Espresso?

Die ideale Brühtemperatur liegt meist zwischen 90 und 96 Grad Celsius. Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen können den Geschmack negativ beeinflussen.

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