Ob gekocht oder gedünstet, Kürbis ist ein leckeres Herbstgemüse. Wie die richtige Zubereitung gelingt erfahren Sie hier!
Ein gutes Messer bleibt Ihnen eine gefühlte Ewigkeit treu. Mit der Zeit wird es ein vertrautes Werkzeug, das Sie mit einem Griff sofort richtig „einschätzen“ können: Sie kennen sein Gewicht, seine Balance, wissen, welche Zutaten Sie mit ihm am besten schneiden, teilen, filetieren oder stückeln.
Damit das Schneidevergnügen nicht nachlässt, erklären wir, welche Arten des Messerschärfens es gibt, worin sich Schärfen und Schleifen unterscheiden und wie Sie den idealen Wetzstahl, Schleifstein oder moderne Alternativen finden.
Warum werden Messer stumpf?
Durch regelmäßige Benutzung verliert jede Klinge an Schärfe. Besonders schnell geschieht das, wenn Sie auf hartem Untergrund wie Porzellan, Glas oder Edelstahl schneiden. Doch auch das alltägliche Schneiden von Fleisch, Gemüse oder Kräutern beansprucht den feinen Grat der Klinge.
Mikroskopisch betrachtet verbiegt sich dieser Grat, flacht ab oder bricht minimal aus – für das Auge unsichtbar. Die Folgen sind jedoch deutlich spürbar:
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Das Messer gleitet nicht mehr sauber durchs Schneidgut
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Präzision und Kontrolle lassen nach
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Das Verletzungsrisiko steigt
Wer schon einmal eine Tomate eher gequetscht als geschnitten hat, kennt das typische Gefühl eines stumpfen Messers.
Messer regelmäßig schärfen: Präzision, Sicherheit und Leichtigkeit
Ein leichter, präziser Schnitt ist beim Kochen unabdingbar. Je stumpfer das Messer, desto mehr Kraft müssen Sie aufbringen – und desto größer ist die Gefahr, dass das Messer abrutscht.
Gerade bei feinen Arbeiten wie dem Auslösen von Fleisch, dem feinen Hacken von Kräutern oder beim exakten Schneiden einer Brunoise ist Schärfe entscheidend.
Unser Rat:
Schärfen Sie Ihre Messer von Beginn an regelmäßig nach. So lassen sich kleine Unwuchten frühzeitig ausgleichen. Je länger Sie warten, desto aufwändiger wird der spätere Grundschliff.
Messer schärfen oder Messer schleifen – was ist der Unterschied?
Messer schärfen: Grat aufrichten mit dem Wetzstahl
Beim klassischen Messerschärfen, auch Wetzen genannt, wird meist ein Wetzstahl verwendet. Dabei wird kaum Material abgetragen – vielmehr richtet man den verbogenen Grat der Schneide wieder auf.
Ideal ist diese Methode:
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für die regelmäßige Pflege
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zwischen zwei Schleifvorgängen
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zur schnellen Auffrischung der Schärfe
Messer schleifen: Neuer Schliff für stumpfe Klingen
Beim intensiven Vorgang des Messerschleifens wird gezielt Material abgetragen. Ziel ist es, eine neue Schneide zu formen. Hier unterscheidet man zwischen:
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Grundschliff: bei sehr stumpfen oder beschädigten Klingen
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Feinschliff: zur Verfeinerung und Optimierung der Schärfe
Schleifen ist notwendig, wenn der Wetzstahl keine Wirkung mehr zeigt oder das Messer deutlich an Schneidleistung verloren hat. Schleifen wird seltener angewendet als das Wetzen.
Der Schleifstein: Welche Körnung braucht man zum Messer schärfen?
Die Körnung eines Schleifsteins bestimmt, wie stark der Materialabtrag ist. Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Zahl, desto gröber der Stein.
Übersicht gängiger Körnungen
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200–400: Grober Grundschliff bei beschädigten oder sehr stumpfen Messern
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800–1.000: Klassischer Grundschliff für Küchenmesser
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2.000–3.000: Feinschliff für mehr Schärfe und bessere Schnitthaltigkeit
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ab 6.000: Politur der Schneide für maximale Präzision
Für den Alltag hat sich eine Kombination aus Grundschliff und Feinschliff bewährt, etwa ein 1.000/3.000er Schleifstein.
Ergänzend kann ein Abziehleder eingesetzt werden, um nach dem Feinschliff letzte Gratreste zu entfernen und die Schneide nochmals zu glätten – für ein besonders feines, sauberes Schnittgefühl.
Der richtige Schleifwinkel beim Küchenmesser
Der Schleifwinkel entscheidet maßgeblich über Schärfe und Standzeit der Klinge.
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Europäische Messer: ca. 20° pro Seite
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Japanische Messer: ca. 12–15° pro Seite
Ein kleinerer Winkel sorgt für extreme Schärfe, macht die Schneide jedoch empfindlicher. Wichtig ist vor allem, den gewählten Winkel beim Schleifen konstant zu halten.
Wetzstahl, Schleifstein oder moderne Systeme – was passt zu mir?
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Wetzstahl: für die schnelle, regelmäßige Pflege
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Schleifstein: für echten Materialabtrag, Grundschliff und Feinschliff
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Moderne Schleifsysteme: für konstante Ergebnisse bei geringem Übungsaufwand
Welche Methode die richtige ist, hängt von Kochgewohnheiten, Messertyp und persönlicher Vorliebe ab.
Rollschleifer als moderne Ergänzung
In den letzten Jahren haben sich auch Rollschleifer als Alternative in der Schleifwelt etabliert. Besonders bekannt ist der Rollschleifer der Firma Horl, der durch eine magnetische Schleiflehre einen festen Schleifwinkel vorgibt.
Das Messer wird sicher fixiert, der Schleifer anschließend entlang der Schneide gerollt. Je nach Ausführung stehen unterschiedliche Schleifflächen für Grundschliff und Feinschliff zur Verfügung.
Der Rollschleifer eignet sich besonders:
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für Einsteiger ohne Schleiferfahrung
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für Nutzer, die reproduzierbare Ergebnisse schätzen
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als komfortable Ergänzung zur klassischen Messerschärfung
Muss ich Messer mit firmeneigenen Schleifsteinen schärfen?
Große Messer-Hersteller bieten eigene Schleifsteine an. Diese sind gut auf die jeweiligen Messer abgestimmt, jedoch nicht zwingend notwendig.
Entscheidend sind:
- die passende Körnung
- eine gute Steinqualität
- der korrekte Schleifwinkel
Ein hochwertiger, universeller Wasserstein liefert ebenso hervorragende Ergebnisse.
Messer schärfen ohne Schleifstein – geht das?
In begrenztem Umfang ja. Ein Wetzstahl, ein Keramikstab oder im Notfall sogar der unglasierte Boden einer Tasse können den Grat kurzfristig aufrichten. Diese Methoden ersetzen jedoch keinen echten Schleifstein und dienen nur der Übergangslösung.
Fazit: Scharfe Messer sind kein Zufall
Ob Wetzstahl, Schleifstein, Rollschleifer, richtige Körnung oder optimaler Schleifwinkel – wer seine Messer versteht und regelmäßig pflegt, wird mit präzisen Schnitten, mehr Sicherheit und deutlich mehr Freude beim Kochen belohnt.
Ein scharfes Messer ist kein Luxus, sondern die Grundlage jeder guten Küche.