Kleine Spargelkunde: Einkauf, Zubereitung und Genuss

Spargel
Wer liebt ihn nicht? Das Besondere am Spargel ist nicht nur sein feiner Geschmack, sondern auch die jährliche Vorfreude auf ihn.

Wenn im April die ersten warmen Sonnenstrahlen die Felder erwärmen, beginnt die lang ersehnte Spargelsaison. Sie endet traditionell am 24. Juni, dem Johannistag. Danach gönnen Spargelbauern ihren Pflanzen eine Ruhephase, damit sie Kraft für das nächste Jahr sammeln können.

In diesen wenigen Wochen landet das „königliche Gemüse“ bei vielen gleich mehrfach pro Woche auf dem Teller. Umso wichtiger ist es, Spargel richtig auszuwählen, vorzubereiten und zuzubereiten.

Die drei Farben des Spargels: Weiß, Violett und Grün

Spargel ist nicht gleich Spargel – Farbe und Geschmack hängen vor allem vom Licht ab:

  • Weißer Spargel wächst unter der Erde und bleibt dadurch besonders mild und zart. Er ist die klassische und beliebteste Variante.

  • Violetter Spargel entsteht, wenn die Spitzen kurz Sonnenlicht abbekommen. Er entwickelt ein feineres, leicht würziges Aroma und ist vor allem in Frankreich geschätzt.

  • Grüner Spargel wächst vollständig über der Erde und bildet durch das Sonnenlicht Chlorophyll. Sein Geschmack ist kräftiger, leicht nussig und er ist meist unkomplizierter in der Zubereitung.

Frische Spargel erkennen – darauf kommt es an 

Frischer Spargel ist entscheidend für Geschmack und Textur. Achten Sie beim Einkauf während der Spargelsaison auf folgende Merkmale:

  • Die Stangen sind fest und lassen sich kaum biegen

  • Die Schnittenden sind saftig, nicht ausgetrocknet oder hohl

  • Beim Aneinanderreiben entsteht ein leicht quietschendes Geräusch

  • Ein leichter Druck auf das Ende lässt klaren, angenehm riechenden Saft austreten

  • Ein einfacher Test: Bricht die Stange beim Knicken sauber durch, ist sie frisch. Verbiegt sie sich nur, ist sie bereits älter.

Tipp: Kaufen Sie möglichst regionalen Spargel, da lange Transportwege die Frische beeinträchtigen.

Spargel knicken
Der Knick-Test: bricht der Spargel bei Knicken direkt durch und verbiegt sich dabei wenig, ist er frisch

Was ist eine Handelsklasse bei Spargeln?

Die Bezeichnung Handelsklasse 1 steht für hochwertigen Spargel: Die Stangen sind überwiegend gerade, frisch und gleichmäßig, mit geschlossenen Köpfen und nur kleinen optischen Abweichungen. Handelsklasse 2 erlaubt mehr Unregelmäßigkeiten wie Krümmungen oder leichte Farb- und Formfehler, bleibt jedoch geschmacklich einwandfrei und ideal für die Weiterverarbeitung.

Spargel schälen wie die Profis

Wer einmal in einen schlecht geschälten Spagel gebissen hat, weiß, wie unangenehm das ist. Deshalb sollte man beim Schälen besonders sorgfältig vorgehen. Vor allem bei den weißen Spargelsorten:

  • Beginnen Sie direkt unter dem Kopf und schälen Sie nach unten

  • Drehen Sie die Stange dabei Schritt für Schritt weiter

  • Arbeiten Sie am besten auf einem Schneidebrett, damit der Spargel nicht bricht

Spargel-Werkzeug im Überblick

Spargelschäler: präzise, effizient und besonders schonend. Durch den Zangengriff werden die Stangen vor Bruch geschützt

Sparschäler (Pendelschäler oder Y-Schäler): ebenfalls hervorragend geeignet, solange die Klinge wirklich scharf ist

Gemüsemesser: fürs Abschneiden der holzigen Enden

Mehr Geschmack: die richtige Garmethode von Spargeln

Spargel muss nicht klassisch im Wasser gekocht werden – im Gegenteil: Dabei geht oft viel Aroma verloren. Schonendere Methoden bringen deutlich bessere Ergebnisse.

  • Dämpfen: Ideal für weißen Spargel. Geschmack und Saftigkeit bleiben im Dampfgarer oder einem Dampfeinsatz besonders gut erhalten, die Textur ist fein und kontrolliert. Garzeit: etwa 10–15 Minuten.

  • Dünsten: Die aromatische Mittelvariante. Mit etwas Butter, Brühe oder Spargelfond sowie Kräutern wie Thymian entsteht ein besonders ausgewogenes Ergebnis.

  • Braten oder Grillen: Perfekt für grünen Spargel. Durch hohe Hitze der Grillpfanne oder Bratpfanne entstehen Röstaromen, die den nussigen Geschmack betonen. Der Spargel bleibt bissfest und intensiv.

  • Backen: Eine elegante und oft unterschätzte Methode. Im Ofen gart Spargel besonders gleichmäßig und entwickelt ein konzentriertes Aroma. Ideal für weißen Spargel.

  • Spargel roh essen: Zunehmend wird Spargel auch roh verspeist. In feine Ringe geschnitten und in etwas Zitronensaft, Pfeffer und Olivenöl mariniert, harmoniert er gut mit grünem Salat oder sogar Erdbeeren.

Nachhaltig nutzen: was tun mit Schalen und Abschnitten von Spargeln?

Zunächst eine Bitte: Werfen Sie sie nicht weg! Dafür sind Spagelschalen- und enden viel zu schade. Aus ihnen lässt sich mit Wasser, Salz, Zucker und etwas Zitrone ein aromatischer Spargelfond kochen – eine wundervolle Basis für Suppen oder Risotto.

Spargel haltbar machen

Da die Saison kurz ist, lohnt es sich, Vorräte anzulegen. Wir stellen einfache und beliebte Methoden der Haltbarmachung vor:

Roh einfrieren: Spargel schälen, waschen und trocknen. Dann portionsweise in geeigneten Gefrierbeuteln einfrieren. Bei - 18 °C ist er bis zu 12 Monate haltbar.

Gekocht infrieren (ganz oder in Stücke geschnitten): Kurz in kochendem Wasser blachieren und abgekühlt portionsweise einfrieren. 

Einmachen: Eine klassische Methode mit langer Tradition. Spargel schälen, kurz vorkochen und in sterile Gläser füllen. Mit leicht gesalzenem Wasser (optional mit etwas Zucker) auffüllen. Bei etwa 99 °C für 60 Minuten einkochen. So bleibt Spargel mehrere Monate ungekühlt haltbar. Alles fürs Einmachen (nicht nur von Spargel) finden Sie in unserem tischwelt-Shop.

Spargel
Spargel haltbar gemacht: eingekocht halten die Stangen über Monate im Glas und bringen auch im Winter eine Brise Frühling auf den Tisch

Wie Sie Abwechslung in die Spargelküche bringen, lesen Sie in unserem Magazinbeitrag Sechs Zubereitungsarten von Spargel.

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